Medikamente der Schulmedizin gehören der Vergangenheit an

  

Körper, Geist und Seele
in Einklang bringen
 

 

 

 

 

 

 

"Das ist kein Arzt, der das Unsichtbare nicht weiß, das keinen Namen trägt, keine Materie hat und doch seine Wirkung. Nicht der Corpus ist die Arznei, das wahre Arkanum ist unsichtbar." 
Paracelsus 
 
 
Die Entdeckungen Hahnemanns:
 
Dr. med. habil. Samuel Hahnemann praktizierte im achtzehnten Jahrhundert als Arzt, doch auf die Dauer waren die damaligen Heilmethoden für ihn nicht zufriedenstellend. Deshalb gab er seine Praxis auf und verdiente seinen Lebensunterhalt durch Übersetzungen. Unter anderem übersetzte er William Cullens „Materia Medica“ (eine Art Arzneimittelsammlung). Und dabei machte ihn eines stutzig, nämlich die Erklärungen Cullens zur Wirksamkeit der Chinarinde im Falle von Malaria. Er wollte es genauer wissen und probierte die Chinarinde kurzerhand bei sich selber aus. Dabei stellte er fest, dass er die gleichen Symptome wie ein Malariakranker entwickelte. Und somit, zusätzlich natürlich durch eine ganze Reihe anderer Selbsttests, ergab sich für ihn der Beweis, dass man auf diese Weise, in dem man also bestehende Krankheitssymptome mit herbeigeführten ähnlichen Krankheitssymptomen in irgendeiner Weise „neutralisierte“, also tatsächlich einen Menschen heilen konnte (was für mich zunächst noch nicht ganz nachvollziehbar war).
 
Die Ursprünge dieser Feststellungen und Ansätze Hahnemanns fand man schon um das Jahr 460 v.Chr., als nämlich der griechische Arzt Hippokrates eine Schrift „Von den Stellen im Menschen“ erstellte. Hiernach hatte Gegensätzliches die Fähigkeit, die Beschwerden einer Krankheit zu lindern, während Ähnliches eine Krankheit heilen konnte. 
 
 
 
Ebenso hatte Paracelsus im 16. Jahrhundert das Prinzip der Ähnlichkeit als Grundsatz der medizinischen Heilkunst erkannt.
 
 
 
Arzneimittelbilder:
Um nun das jeweils richtige und individuelle Arzneimittel finden zu können, brauchte es selbstverständlich von Seiten Hahnemanns im Vorfeld einer ganzen Reihe von Versuchen, insbesondere natürlich einer Reihe von Selbstversuchen. So prüfte er damals an die hundert Mittel, wertete die Ergebnisse aus und hielt alles in Dokumenten fest. Zusammengefasst in einem richtigen Werk rief Hahnemann den Bergriff „Homöopathie“ ins Leben (aus dem Griechischen „homöos“ = ähnlich und „pathos“ = Leiden). Anhand der dann auftretenden Symptome bei sich selber oder einem anderen gesunden Menschen konnte Hahnemann erkennen, welche Krankheitsbilder (begleitet von ähnlichen Symptomen also) mit Hilfe eines ausgewählten Mittels so auf diese Weise behandelt werden konnten.
Diese Symptome, die sowohl den organischen, den seelischen wie auch den geistigen Bereich umfassen, wurden dann in einer Art Katalog gesammelt; und so entstanden im Laufe der Zeit eine ganze Reihe von ARZNEIMITTELBILDERN.     
 
 
 
Individuelles Krankheitsbild:
Ziel des behandelnden Homöopathen ist es natürlich, möglichst viele Symptome zu sammeln.
In der so genannten Erstanamnese (dem ersten abklärenden Gespräch) schildert also der Patient zunächst einmal seine Beschwerden. Hinzu kommen gezielte Fragen des Arztes, um die genannten Beschwerden noch präziser definieren zu können.
Wichtig hierbei sind unter anderem auch Überlegungen bezüglich des Beginns der Beschwerden, möglicher Ursachen und Begleiterscheinungen, sogar hinsichtlich bestimmter Charaktereigenschaften, Gewohnheiten oder auch Kinderkrankheiten des Patienten. Bei chronischen Erkrankungen kann sogar die Vorgeschichte in der Familie wichtige Anhaltspunkte geben. Kurz gesagt, es wird ein INDIVIDUELLES KRANKHEITSBILD erstellt.
 

Potenzen:
 
So, wie die Arznei der Schulmedizin in verschiedenen "Stärken" verordnet werden kann, gibt es auch in der Homöopathie Heilmittel in verschiedenen POTENZEN. Die Grundsubstanzen (aus dem Tier-, Pflanzen- oder Mineralbereich) werden hierbei in ihrer reinen, ursprünglichen Form potenziert, was heißt, dass sie mit Wasser, Alkohol oder Rohrzucker nach einer bestimmten Vorschrift (nach dem homöopathischen Arzneibuch HAB) stufenweise verschüttelt oder verrieben werden.
Je häufiger der Vorgang des Verreibens oder Verschüttelns wiederholt wird, desto größer wird die Potenz. Umgekehrt wird der ursprüngliche Wirkstoff der Grundsubstanz immer geringer und ist in hohen Potenzen fast nicht mehr nachweisbar. Jedoch ist die vorhandene freigewordene Energie (ähnlich der dynamischen Kraft eines mineralischen Magneten oder der Elektrizität, s. auch § 286 Org.) erfahrungsgemäß so hoch, dass sie den Organismus stärken, heilen und auch die Lebensenergie wieder herstellen kann (selbst in der Krebstherapie wurden auf diesem Wege schon erstaunliche Erfolge erzielt!).
 
 
Akut- und Konstitutionsmittel:
 
Man unterscheidet zwischen AKUT- und KONSTITUTIONSMITTELN (oder auch chronischen Mitteln), wobei Akut­mit­tel meist in geringeren Potenzen und Konstitutionsmittel (bewährt also bei chronischen Erkrankungen) meist in höheren Potenzen verordnet werden. Somit ist auch die Wirkung der Konstitutionsmittel auf einen längeren Zeitraum ausgerichtet, wogegen Akutmittel, also eine „lokale“ Verordnung, mehrmals täglich eingenommen werden (zum Beispiel bei einer akuten Schmerztherapie). Die Wahl des Akutmittels basiert hierbei nur auf wenigen körperlichen Symptomen, andere damit nicht zusammenhängende Aspekte des Krankheitsfalles werden ignoriert. Beim Konstitutionsmittel hingegen wird die Gesamtheit aller Symptome betrachtet, um eine breite Schicht der Konstitution eines Menschen abzudecken.
Akute Erkrankungen oder auch traumatische Erfahrungen können einen Menschen verändern, so dass neue oder andere Symptome zu Tage treten. Man spricht dann von einer zeitweiligen Funktionsstörung, die kurzzeitig auch durch ein Zwischenmittel behandelt werden kann, aber auf lange Sicht durch das gewählte Konstitutionsmittel abgedeckt wird.
Je nachdem, wie der Heilungsprozess während der Therapie unter dem entsprechenden Konstitutionsmittel fortschreitet, können sich die Abstände bis zur nächsten Gabe auch langsam vergrößern (auf mehrere Wochen oder sogar Monate), bis man im Idealfall die Konstitution so weit aufgebaut hat, dass der Körper auf eine weitere Gabe eines Mittels verzichten kann. 
 
 
Erstverschlimmerung:
 
Ist nun das richtige Mittel gewählt, unter Berücksichtigung aller subjektiven und objektiven Aspekte, gilt es nun von Seiten des Arztes zu beobachten, wie das Mittel wirkt, wie also der Patient auf das Mittel reagiert und auch, wie lange es wirkt, denn all das ist sehr wichtig für den weiteren Behandlungsverlauf. Hierbei ist ein für die Homöopathie typisches Phänomen, die so genannte ERSTVERSCHLIMMERUNG, mit zu berücksichtigen, die natürlich individuell verschieden sein kann.
Nach der ersten Mittelgabe kann es also zu einer kurzfristigen Verschlimmerung einiger Krankheitssymptome kommen, die aber meist vom Arzt so gewollt und erwünscht ist, da sie bedeutet, dass das Mittel richtig gewählt wurde. Der Körper reagiert also mit einer Art Ausschüttung der Krankheit. Diese Erstverschlimmerung wird also für die Therapie als sehr wertvoll angesehen.